Gerberei

Die wichtigsten Arbeitsschritte bei der Herstellung von sämisch gegerbten Hirschleder in unserer Gerberei:
Die fehler- und narbenfreie Hirschhäute aus Neuseeland werden im Gerbfass eingeweicht. Damit werden sie zum Walken mit Dorschlebertran vorbereitet. Bevor der Tran eingewalkt werden kann, muss das Wasser aus den Häuten ausgepresst werden. Anschließend erfolgt das Einwalken mit Dorschlebertran im Gerbfass.
Danach werden die Häute zum Trocknen aufgehängt. Durch das langsame Trocknen entsteht eine Oxidation des Trans, welche für die Gerbung verantwortlich ist. Der Vorgang Einwalken und Trocknen wird mehrmals wiederholt. Dieser Gerbprozess dauert in der Regel zwei bis drei Monate.
Nach Abschluss des Gerbvorgangs wird der überschüssige Tran wieder im Gerbfass mehrmals ausgewaschen. Zwischen den Waschvorgängen wird die Narbenschicht (= glatte Oberseite des Leders) mit einer speziellen Maschine abgestossen. Die ausgewaschenen Häute werden nun wieder zum Trocknen aufgehängt. Sobald sie getrocknet sind werden sie gestollt (weichgemacht). Vor dem Färben werden die Hirschleder geschliffen, um einen feinen Velours zu erhalten.
In unserer Gerberei werden althergebrachte Färbmethoden angewandt. Die Hirschleder werden mehrmals mit Bürsten auf der Oberfläche (der ehemaligen Narbenschicht) mit Farbstoffen wie Blau- und Gelbholzextrakt eingefärbt. Nach dem Färben werden die Hirschleder auf der Rückseite geschliffen, zu guter Letzt noch gemessen, entstaubt und zum Versand fertig gemacht für Säckler, Lederschneider und alle Liebhaber dieses aufwendig gegerbten Leders.

Begleiten Sie uns durch die Produktion "Von der rohen Haut zum fertigen Sämischleder": Blättern Sie in unserem Fotobuch!


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